Lernraum

Wie das Lernen selbst, sind auch die Lernräume höchst individuell: Hier sind es im Gegensatz zu den Lehrräumen die Studierenden, die die Situation bestimmen und entscheiden, was sie wann, mit wem, wo und mit welchen Mitteln lernen möchten.

Dabei können sie digitale Medien nutzen, um Lernprozess und Lernergebnis zu optimieren und ggf. durch Dokumentation explizit zu machen. Es gibt unzählige digitale Lernhilfen – deshalb braucht es hier koordinierte und standardisierte Angebote an der Universität Basel, bei deren Auswahl und Einsatz die Studierenden unterstützt werden.

Die Übergänge zwischen organisatorischer Entlastung (Zugang zu Online-Ressourcen, E-Mail etc.) und didaktischer Lernhilfe (PLE, E-Portfolio etc.) sind hierbei fliessend. Im Hinblick auf das Life Long Learning kann eine E-Identity sehr hilfreich sein, um die eigene Lerngeschichte sicher auf Dauer und auch beim Wechsel der Institution festzuhalten und anderen zugänglich zu machen.

Die physischen und digitalen Lernhilfen sind immer mit dabei und begleiten die Studierenden in ihrem Lernprozess. Sie kommen sowohl unterwegs mit mobilen Endgeräten als auch vor Ort in der Lerngruppe zum Einsatz. Der virtuelle Lernraum ist mobil, Studierende pendeln von weit her zur Universität und nutzen „Hohlstunden“ fürs Lernen vor Ort – gerade deswegen braucht es physische Lernräume, in denen Studierende individuell oder in Gruppen mit oder ohne digitale Medien lernen können und in denen eine lernförderliche Atmosphäre besteht. Momentan findet das Selbststudium, das Teil der Studienleistung ist und mit Kreditpunkten honoriert wird, oftmals auf zugigen, lauten Fluren des Kollegienhauses oder an anderen Orten mit suboptimalen äusseren Bedingungen statt. Das wird der Bedeutung des Lernens, einem der Wesensmerkmale einer Universität, bei weitem nicht gerecht. Hier müssen physische Lernräume mit günstigeren Bedingungen geschaffen werden, die die Bedürfnisse der Studierenden berücksichtigen und so effizienteres Lernen ermöglichen.

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